Am 21. August 1968 endete der Prager Frühling unter den Ketten der Panzer des Warschauer Pakts. Truppen aus der Sowjetunion und weiteren verbündeten Staaten marschierten in die Tschechoslowakei ein, um die demokratischen Reformen und den Wunsch nach einem „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ gewaltsam zu ersticken.
„Die Erde bebte, wir waren erstarrt.“, so Růžena Skodova-Davoodi, die das damals live miterlebte. Die Erde bebte damals nicht nur unter den Fahrzeugen der Besatzer. Sie bebte auch unter dem Mut der Menschen, die für Freiheit, Pressefreiheit, Selbstbestimmung und demokratische Teilhabe einstanden. Der Einmarsch zeigte brutal: Wo Macht sich jeder Kritik entzieht, werden Grundrechte und Menschenwürde zur Bedrohung für die Herrschenden.
Wir erinnern heute an die Opfer der Niederschlagung des Prager Frühlings und an alle, die sich der autoritären Gewalt widersetzten. Freiheit ist nicht selbstverständlich, sie muss verteidigt werden, gegen Unterdrückung, Militarismus und Machtmissbrauch!


