Die Piratenpartei Deutschland stellt sich den diesjährigen Kampftag für Arbeitnehmerrechte ganz anders vor: Nicht nur zurückschauen, sondern Aufbruch in eine bessere Zukunft. Schluss mit der folkloristischen Inszenierung von SPD und Gewerkschaften.
Während sich die Genossinnen am 1. Mai traditionell mit vorgefertigten Reden feiern lassen, wird die eigentliche Realität der Arbeitswelt ausgeblendet. Ganz konkret: Prekäre Plattformarbeit, algorithmisches Kontrollmanagement und die wachsende Kluft zwischen Digitalisierung und sozialer Absicherung. Die Piraten fordern deshalb eine radikale Neuausrichtung:
Ein bedingungsloses Grundeinkommen für jeden Bürger als Antwort auf die fortschreitende Automatisierung, vollständige Transparenz und Mitbestimmung bei algorithmischen Entscheidungssystemen am Arbeitsplatz, die Abschaffung der sachgrundlosen Befristung sowie gleiche Rechte für Click- und Crowdworker.
„Ein Seitenhieb auf die etablierte Politik ist dabei unvermeidbar: SPD und Gewerkschaften verteidigen ein Arbeitsmarktmodell des letzten Jahrtausends, während sie sich auf den Schultern jener ausruhen, die einst echte Kämpfe geführt haben. Der 1. Mai wäre endlich wieder ein Kampftag, doch er braucht neue Kämpferinnen, nicht alte Leierkastenmenschen“, so Dennis Klüver, stellvertretender Bundesvorsitzender.
Dinge die tatsächlich progressiv und der heutigen Arbeitswelt angemessen wären, wären
ein echtes Recht auf Homeoffice, wenn möglich:
Arbeitnehmer sollen bei geeigneten Arbeitsplätzen auf eigenen Wunsch ihre Arbeitsleistung von zu Hause aus erbringen können. Hierbei darf das Homeoffice aber nicht zu elektronischer Überwachung während der Arbeitszeit oder zur ständigen Erreichbarkeit in der Freizeit führen.
Eine Höchstquote von zehn Prozent bei Leiharbeitern und Werkverträgen pro Unternehmen, sowie einen Lohnzuschlag für die ihnen abverlangte Flexibilität, um den Missbrauch dieser Instrumente zur Umgehung von Kündigungsschutz und Tariflöhnen zu beenden.
Der erste Mai sollte nicht nur ein Tag der Tradition, sondern auch ein Ausblick auf die Zukunft der Arbeit sein. Arbeit, die schon heute zu einem Großteil von Maschinen und Computern erledigt wird, in einem Maße, wie es Menschen alleine nicht können.
Der erste Mai sollte nicht nur ein Tag der Tradition, sondern auch ein Tag der Zukunft der Arbeit sein.
Redaktionelle Angaben
Ihr Ansprechpartner:
Bundespressestelle Bundesgeschäftsstelle,
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Piratenpartei Deutschland
Pflugstraße 9A | 10115 Berlin
E-Mail: presse@piratenpartei.de
Web: www.piratenpartei.de/presse
Telefon: 030 / 60 98 97 510
Fax: 030 / 60 98 97 519
Alle Pressemitteilungen finden Sie online unter: www.piratenpartei.de/presse/mitteilungen



Ja, wenn selbst Karsten Wildberger, seines Zeichens Bundesminister für Digitalisierung, das Grundeinkommen „als Teil der Lösung“ für die im Zusammenhang mit der KI-Revolution auftratendenden arbeitsmarktpolitischen Pläne benennt, dann sollten auch die Gewerkschaften ihren Widerstand aufgeben.
https://www.zdfheute.de/wirtschaft/wildberger-digitalminister-arbeitsmarkt-kuenstliche-intelligenz-jobverluste-grundeinkommen-100.html
Hallo Thomas,
leider hat Karsten Wildberger das BGE überhaupt nicht verstanden. Wie sieht das denn bei den heute noch aktiven PIRATEN aus?
Siehe dazu Sascha Liebermann:
https://blog.freiheitstattvollbeschaeftigung.de/2026/03/23/was-tun-mit-dem-heer-der-ueberfluessigen-durch-ki-karsten-wildberger/
oder meinen Artikel von 2016:
Grundeinkommen, Automatisierung und das Märchen vom Roboter-Schlaraffenland
https://www.grundeinkommen.de/29/12/2016/grundeinkommen-automatisierung-und-das-maerchen-vom-roboter-schlaraffenland.html
Was Euch auch noch interessieren könnte:
https://www.scottsantens.com/i-just-launched-the-ai-pledge-for-humanity-heres-why/
Schön, dass Ihr Euch auch noch gelegentlich mit dem BGE beschäftigt.
Wir haben dazu gerade einen Offenen Brief an das „Bündnis für einen starken und zukunftssicheren Sozialstaat“ geschrieben, der findet sich hier und kann auch mitgezeichnet werden:
https://bge-rheinmain.org/offener-brief-an-das-bundnis-fur-einen-starken-und-zukunftssicheren-sozialstaat